HJJV News

Bundestechniklehrgang Hanbo Jutsu in Gladenbach
Am 14. April 2018 fand ein Bundestechniklehrgang in Hanbo Jutsu beim TV 1908 Gladenbach e.V statt. Dieser war der erste offizielle Hanbo Lehrgang in Hessen und er fand für die recht neue Sportart im Deutschen Ju Jutsu Verband (DJJV) einen guten Zuspruch. Am Samstagnachmittag kamen 34 Kampfsportbegeisterte nicht nur aus Hessen, sondern auch aus Baden-Württemberg und Nordrhein Westfalen nach Gladenbach um einen Einblick in das Hanbo Jutsu zu bekommen. Schlag-, Stoß-, Hebel-, Würge- und Blocktechniken konnte Stefan Stöhr, Lehrreferent Hanbo Jutsu im DJJV, den Teilnehmer so kurzweilig vermitteln, dass die vier Stunden Training wie im Fluge vergingen und die Teilnehmer sich weitere Lehrgänge wünschten.

 
 
Erste Hanbo Jutsu Prüfung in Hessen
Am gleichen Tag fand die erste Hanbo Jutsu Prüfung in Hessen vom Hessischen Ju Jutsu Verband statt.  Nach einem tollen Bundestechniklehrgang stellten sich 11 Prüflinge aus Marburg und Gladenbach zu ihrer Prüfung zum nächst höheren Gürtel. Die Teilnehmer mussten entsprechend zu ihrem angestrebten Grad (Gürtel), Schlag-, Stoß-, Hebel-, Würge- und Blocktechniken in der Grundform und auch in der Anwendung zeigen. Für zwei Prüflinge stand auch Kata (eine Übungsform gegen imaginäre Gegner bei welcher der Ablauf genau festgelegt ist) auf dem Programm. Nach zweieinhalb Stunden war es geschafft und Stefan Stöhr, Lehrreferent Hanbo Jutsu im DJJV, konnte den Prüflingen, acht 5. Kyu (gelber Gürtel), einen 4. Kyu (orangener Gürtel) und zwei 2. Kyu (blauer Gürtel) zur bestandener Prüfung gratulieren. Damit ist der Anfang gemacht und wir wünschen uns das noch viele schöne Prüfungen in Hessen folgen.

Bericht und Fotos: Ingo Becker

Trainerfortbildung wieder erfolgreich ausgebucht

Die Mitgliederversammlung hatte im Jahr 2015 mehrheitlich die Einführung einer Trainerfortbildung beschlossen. Seit diesem Jahr finden diese Maßnahmen eine große Resonanz. Am 24. März 2018 wurden sogar 2 Trainerfortbildungen veranstaltet. Die eine fand in Maintal statt und die andere in Dreieich. Nach Maintal kamen 24 Ju-Jutsu Trainer aus ganz Hessen, um von den Referenten Stefan Lechthaler und Anna Schinck (in Vertretung für Moritz Wagner, der leider verletzungsbedingt absagen musste) im Bereich BJJ/NeWaza und Atemis zu lernen. Nach Dreieich kamen zum Referenten Johannes Renninghoff insgesamt 14 Ju-Jutsukas. Der erste, themengleiche Kurs von Johannes im vergangenen Oktober war übervoll, daher wurde dieser zweite Ergänzungstermin angeboten. Johannes bearbeitete das Thema „Entscheidende Aspekte für den Ernstfall“ 

In Maintal eröffnete Matthias Schulze als Ressortleiter Aus- und Fortbildung die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmer. Anschließend wurde noch die Erwartungshaltung der Teilnehmer abgefragt, damit die Referenten hier individuell mit Antworten darauf eingehen konnten. Die Fortbildung begann mit Stefan Lechthaler, der zuerst in einem theoretischen Teil auf  BJJ/NeWaza
einging. Er zeigte die historische Entwicklung des BJJ auf und wie es durch den Internetboom zu einer großen Verbreitung kam, wies auf evtl. Gefahren im BJJ Trainingsbetrieb hin und erläuterte das Punktesystem im NeWaza. Er stellte auch eine kleine Roadmap für Gürtelanforderungen vor. Danach ging es dann aber mit dem praktischen Teil los. Zum Aufwärmen gab es etwas Grappling-Schach. Hier war die Aufgabe, den Gegner innerhalb von 3 Zügen zum Tappen zu bringen. Da am Anfang des BJJ-Trainings der Fokus auf Verteidigung gelegt werden sollte, ging es anschließend weiter mit der „Shrimp“-Befreiung aus der Kreuzposition. Hier gab Stefan den Teilnehmern mehrere praktische Beispiele und Erläuterungen an die Hand, die sie anschließend trainieren konnten. In dem Zusammenhang  zeigte er auch noch verschiedene Befreiungen aus der unterlegenen Mount-Position. Das Ganze wurde dann mit einem kleinen praxisorientierter Drill aus Verteidigung und Angriff gezeigt und erarbeitet.

Nach einer kurzen Pause begann Anna Schinck das Thema Atemis mit ein paar kurzen Aufwärmspielchen. Sie hatte für die Teilnehmer in Zusammenarbeit mit Moritz die Prinzipien eines erfolgreichen Pratzentrainings vorbereitet. Diese sind: Schlagkraft, Schnelligkeit, Reaktionsgeschwindigkeit, Kampf und Ausdauer. Diese Prinzipien wurden in verschiedenen Übungsformen trainiert. Das Thema Ausdauer war hierbei immer präsent und unsere Ju-Jutsukas konnten sich schön auspowern. Annas Ziel war es u.a., den Trainern ein gutes Handwerkszeug mitzugeben, anhand dessen jeder in der Lage ist, für sich selbst ein effektives Pratzentraining zu erarbeiten und an die Schüler weiterzugeben. Pratzentraining ist für jeden Ju-Jutsuka im Training unerlässlich und die Basis für gute Atemikombinationen.

Nach den Einheiten teilte Matthias noch die verlängerten Lizenzen aus und bot den Trainern die Gelegenheit zum Informationsaustausch. Hierfür ist die Trainerfortbildung die geeignete Plattform und Idee des Ganzen. Es treffen sich erfahrene Spezialisten mit geballter Ju-Jutsu Kompetenz zum gemeinsamen Austausch.

In Dreieich unterrichtete Johannes effektive Selbstverteidigung. Er hat das Thema so aufbereitet und präsentiert, dass die Inhalte auch für einen neuen SV Kurs im Verein genutzt werden können.  Die Idee dahinter ist, dass Ju-Jutsu Trainer einen solchen Kurs attraktiv gestalten können, so dass Interessenten für Selbstverteidigungstraining schon in der ersten Stunde direkt etwas Praktisches lernen. Hierbei ist Situationstraining ein gutes Mittel, das nachhaltig wirkt. Es muss jedoch so gestaltet sein, dass keine Verletzungen entstehen! Johannes ging es im Schwerpunkt um Wahrnehmung, Verhaltens- und Entscheidungstraining, Lösungsmöglichkeiten in Theorie und Praxis. Dann ging es los mit einem Situationstraining, hierbei wurden angriffsvorbereitende Vorzeichen erlebt, anschließend analysiert und anhand Videobeispielen besprochen. Es ging auch um grundlegende Verhaltensweisen, die in einer Konfrontation mit einem Gegenüber immer beachtet und umgesetzt werden sollten, sowie die Beurteilung einer SV- Situation (Theorie und Praxis). Wie verhalte ich mich taktisch in unklaren Situationen? In der Gruppenarbeit kam es zur intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik (Trainer sollten sich damit auskennen und fundiertes Wissen haben). In der weiteren Praxis zeigte Johannes den Aufbau eines einfachen Trainings: Was kann zur Umsetzung in einem Ernstfall schnell erlernt werden, welche Strategien sollten dabei beachtet werden, z.B. Gegenangriff und schnellstmögliche Flucht in welche Richtung?  Komplizierte Techniken standen hierbei nicht im Vordergrund, sondern das Verhalten und die Umsetzung im Ernstfall.

Beide Veranstaltungen wurden mit großem Applaus und Zustimmung honoriert und die weitergebildeten Trainer fuhren motiviert für das eigene Training nach Hause.

Bericht: HJJV Medienteam
Foto: Matthias Schulze

Hervorragender Landestechniklehrgang der TGH für  Kinder und Jugendliche

Wie schon im letzten Jahr war die TG Hanau, in Zusammenarbeit mit der Judoarena Maintal, am Sonntag den 04.03.2018 wieder Gastgeber für einen Ju-Jutsu  Landestechniklehrgang. Ja es fanden sogar zwei Lehrgänge nebeneinander für zwei verschiedene Altersgruppen statt: In der Altersgruppe von 8-12 Jahren hatte der Referent Ernst Golla (1. Dan  JJ) das Thema „Wurfeingänge leicht gemacht“ ausgewählt. Bei diesem Thema verdeutlichte Ernst ein wichtiges Prinzip des Ju-Jutsu-Trainings:
Wir trainieren miteinander und unterstützen uns gegenseitig bei allen Techniken und wir achten auf die Sicherheit unseres Gegenübers.
Im zweiten Lehrgang kam die Jugend (13-17 Jahre) zum Zuge. Unter dem Referenten Robin Ruff (2. Dan  JJ) lernten sie „Bodentechniken für Prüfung und Bodenkampf“ kennen.
Ein Schwerpunkt war die Befreiung aus Haltetechniken und der Wechsel verschiedener Haltetechniken mit und ohne Hebeltechnik.
Es war ein hervorragender Landestechniklehrgang mit über 50 Teilnehmern! Die Eltern und Kinder konnten sich zu jeder Zeit mit Kuchen und Getränken stärken. Ein besonderer Dank an alle fleißigen Kuchenspender. Das war super! An dieser Stelle ebenfalls vielen Dank an die Judoarena Maintal, die uns für diesen Lehrgang ihr Dojo zur Verfügung stellte.

Text:   Regina Bergmann
Fotos: Silke  Loscher

Hessenmeisterschaft 2018 in Maintal

Dem Aufruf des HJJV zur Hessenmeisterschaft am 10.03.2018 folgten  22  Vereine, was belegt, dass mehr als ein Viertel aller hessischen Vereine in das Wettkampfgeschehen involviert sind. Mit dem Ju-Jutsu Fighting geht es wieder aufwärts, es kämpften insgesamt 171 Ju-Jutsuka um den Titel des Hessenmeisters. Dies ist eine Steigerung um ca. 15% gegenüber dem letzten Jahr. In der gut gefüllten Halle wurden an dem Tag insgesamt 246 Kämpfe im Ju-Jutsu Fighting sowie im NeWaza ausgetragen. In der  Disziplin NeWaza waren insgesamt 43 Kämpfer angetreten, davon 12 in der Klasse U18, auch hier ist weiterhin ein nach oben zeigender Trend zu erkennen. Den Großteil der Kämpferinnen und Kämpfer im Ju-Jutsu-Fighting machte die Jugend mit 102 Startern aus.
Die Veranstaltung lief wieder problemlos ab. Hier zeigt sich die Erfahrung im Zusammenspiel mit HJJV, Budokan Maintal und Bushido Erlensee. An dieser Stelle auch nochmal einen großen Dank an unsere kompetenten Kampfrichter, die alle Kämpfe souverän und mit vollem Einsatz mit Ihren Entscheidungen leiteten. Auch der Budokan Maintal e.V. als Ausrichter war wieder einmal ein hervorragender Gastgeber. Rund um die Organisation gilt auch ein großes Dankeschön dem Bushido Erlensee mit Carsten Farr, der mit vielen Helfern aus dem Verein die ganze Veranstaltung souverän unterstützte. In allen Klassen gab es tolle Kämpfe zu sehen, die lautstark von den Zuschauern und Fans unterstützt wurden. Der JC Erbach gewann wieder mit insgesamt 17 Medaillen den Medaillenspiegel, gefolgt vom JC Wetzlar und dem KSC Hanau.


In der Pause gab es eine Ehrung zu vergeben, geehrt wurde Sanjin Karic, der trotz seines ausgefüllten Berufslebens, aus Leidenschaft für das Fighting, immer wieder länderübergreifend als Kamfprichter zuverlässig auf der Matte steht. Die Ehrung nahm Martina Leukert vor. Vielen Dank Sanjin für diese Leistung!



Die Veranstaltung endete gegen 17 Uhr. Der HJJV gratuliert allen Gewinnern und dankt den Teilnehmern, Kampfrichtern und Zuschauern, die diesen Tag wieder zu einer würdigen Hessenmeisterschaft gemacht haben.

Nachfolgend findet ihr noch ein paar Impressionen

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Stefan Lechthaler

 

 

Verteidigung in der eigenen Bodenlage -Waffenschutz mit der Kurzwaffe

Ein Sturz zu Boden ist im Einsatz schnell passiert. Viele Möglichkeiten sind hierbei denkbar: Ein Stolpern beim geplanten Zugriff oder der Festzunehmende wehrt sich. Man verliert das Gleichgewicht. Doch wie kann man sich in der eigenen Bodenlage effektiv verteidigen und seine Position verbessern oder gar wieder in den Stand kommen. Dazu lieferten Referenten aus Sachsen-Anhalt sehr robuste und effiziente Lösungen an diesem kurzweiligen Nachmittag. Auch die Thematik Waffenschutz hielt die zahlreichen Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer im Bann der Referenten. Nicht nur der Zugriff auf die eigenen Kurzwaffen im Holster oder bereits in Hand konnten erfolgversprechend gemeistert werden. Sondern gleichzeitig wurden auch die für den Polizeibeamten ungünstigen Positionierungen allein und als Funkstreife thematisiert, so dass hier eine einfache Handlungsroutine trainiert werden konnte, die es auch dem Streifenpartner erlaubt, unterstützend bei einem Angriff einzugreifen.


In dem Seminar wurden deshalb Techniken und Taktiken trainiert, um die Chancen für eine erfolgreichere Lösung dieser Situationen zu erhöhen und möglichst verletzungsarm zu überstehen.
Der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kooperation mit dem Hessischen Ju-Jutsu Verband e.V. ist es bei der dritten Auflage dieser Fortbildungsveranstaltung gelungen, ein Topreferententeam am Samstag, 03. März 2018 nach Kassel zu holen, dass bereits

bei zahlreichen Behörden in Hessen und anderen Bundesländern zu Gast war.
Nach Begrüßung durch die Abteilungsleiterin des Studienortes Kassel Sigrid Josephs, und dem Polizeireferenten des HJJV Martin Silbersack, ging es direkt in die Praxis mit den nötigen Einsatzmitteln zum Training.
Gerade die aktuelle Thematik des dynamischen Angriffs auf Personen bannte die 75 Beamtinnen und Beamten von Justiz, Polizei, Bundeswehr und Zoll aus Hessen und den umliegenden Bundesländern an diesem sehr kurzweiligen Nachmittag. Umso erfreulicher wurde das Kaffee- und Kuchenangebot des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel e.V. im Anschluss an das Training angenommen.

Bericht: Patrick Wendt
Fotos: Martin Silbersack

 

Domstadtpokal 2018 - Ju-Jutsu Fighting und BJJ-NeWaza

Seit Jahren veranstaltet der HJJV gemeinsam mit dem Ausrichter Judo-Club Limburg das alljährlich traditionelle Domstadtpokal-Turnier. Auch dieses Jahr fanden wieder zahlreiche Wettkämpfer und Zuschauer am 17. Februar den Weg in die  Kreisporthalle Limburg. Gekämpft wurde in den Disziplinen Ju-Jutsu Fighting und BJJ-NeWaza und die Kämpfe begannen auch pünktlich um 10 Uhr nach dem obligatorischen Einwiegen.

Insgesamt gab es 172 Kämpfe, die zum Glück ohne nennenswerte Verletzungen abliefen. Es traten 22 Vereine aus 3 verschiedenen Regionen an. Der TV Marsberg trat im NeWaza mit 5 Kämpfern an und kämpfte recht erfolgreich.  Im Ju-Jutsu traten 114 Kämpfer an, teils auch als Vorbereitung zu der kommenden Hessenmeisterschaft am 10. März. Der BSC Bushido-Ryu Gelsenkirchen belegte den ersten Platz im Medaillenspiegel, gefolgt vom JC Erbach und JC Hofheim. Lea Körber vom JC Bushido Wüstems schaffte in nur 25 Sekunden den schnellsten Kampf im Fighting und Fernando Lino vom Team Marsberg schaffte ebenfalls in nur 25 Sekunden den schnellsten Kampf im NeWaza. Gratulation für diese Leistungen.
Unser Respekt geht auch an die Kämpferin Lara Kopp, die im NeWaza, sowie 2 unterschiedlichen Gewichtsklassen im Fighting erfolgreich antrat und abräumte. Immer mehr Kämpfer/innen starten im NeWaza und Fighting, da ja beides zum Ju-Jutsu gehört. Wir können alle nur ermutigen, auch mal im NeWaza zu starten um Erfahrungen zu sammeln.
Erwähnenswert war noch die Ernennung von Annika Meyer zur Landeskampfrichterin, nach erfolgreichem Ablegen der Prüfung an diesem Tag.  Sie überbrückte aus Leidenschaft zum Ju-Jutsu Fighting eine Verletzungspause als aktive Kämpferin durch ihre Ausbildung zur  Kampfrichterin und wird nach ihrer Genesung sowohl wieder für den Landes- und Bundeskader starten, als auch für die Jugend als Kampfrichterin da sein.

Der HJJV ist ständig auf der Suche nach Kampfrichter/innen. Diese werden umfassend geschult und an diese verantwortungsvolle Aufgabe herangeführt. Interessenten wenden sich bitte an die Ressortleiterin Kampfrichterwesen, Martina Leukert, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
Wie immer zeigte sich der Judo-Club Limburg als hervorragender Gastgeber, hierfür ein großes Dankeschön und auch an die vielen Helfer, Kampfrichter, Kämpfer, Sanitäter und Zuschauer.
Nachfolgend findet ihr noch ein paar schöne Impressionen, fotografiert von Elisabeth Friedrich

 

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Elisabeth Friedrich und Sebastian Stumm

Pratze und Schlagpolster wollen im Training eingesetzt werden!!!

Unter dem Thema Schlag- und Tritttechniken präsentierte der Hessische Ju-Jutsu Verbande e.V. einen überaus spannenden wie gelungenen Landestechniklehrgang mit Sina Frese (3. Dan JJ, Lilagurt BJJ und Trainerin A) beim PSV GW Kassel. Durch abwechslungsreiche Übungsformen im Stand und am Boden wurden mit Pratzen und Schlagpolstern nicht nur Techniken geschult, sondern auch Verhaltensformen für die Selbstverteidigung gedrillt. Neben dem Spaß auf der Matte haben sich vor allem die zahlreichen Trainer mannigfaltige Ideen für ihr eigenes Vereinstraining erarbeiten können.

Wie bist du zum Ju-Jutsu gekommen?
Als ich das Studium bei der Polizei begonnen habe, war ich bereits seit 7 Jahren aktive Karateka und war auf der Suche nach einem neuen Verein. Dann gab es den Dienstsport Ju-Jutsu, ich ging von Anfang an in die AG, zweimal die Woche. Und da ist es passiert der Zauber Ju-Jutsu hat mich gepackt und nicht wieder losgelassen. Jedes Mal, wenn ich auf der Matte stehe denke ich für mich oder spreche mit Freunden, Was für ein toller Sport 
Was ist deine Lieblingstechnik im Bereich der Atemi?
Die Schlaghand, weil man mit ihr, wenn sie richtig ausgeführt wird sehr viel Kraft übertragen kann.
Und weil man im Training für diese Technik den gesamten Körper mit einsetzt.

Warum macht Dir vor allem das Training mit Pratzen und Schlagpolstern so viel Spaß?
Weil es sehr vielfältig ist und ich immer wieder überlege, wo man die Pratze noch einbauen kann.
Erwachsene und Kinder haben beide Spaß am Training, weil man ein  gutes Gefühl für die Schlag oder Tritttechnik bekommen kann, ohne dass der Partner Angst vor Verletzung oder übermäßiger Härte haben muss.
Und was auch sehr wichtig ist, ich kann mich richtig auspowern, bis nichts mehr geht.

Findest du es wichtig auch Atemitechniken in und aus der Bodenlage zu trainieren?
Auf jeden Fall, ich muss einen Plan haben, wenn ich in die Bodenlage komme, welche Atemitechniken Sinn machen, um sich effektiv zu verteidigen. Wie muss ich meine Position am Boden verbessern um genügend Kraft in meine Atemitechniken zu  bekommen. Gibt es einen Unterschied, ob ich von oben nach unten, oder von unten nach oben schlage?!

Was war Dir bei diesem Thema des Landestechniklehrgangs besonders wichtig?
Da ich die Pratzenarbeit liebe möchte ich auch anderen dieses Medium schmackhaft machen, da ich auch in meiner Funktion als Prüferin immer wieder feststelle, dass mit der Pratze eher weniger gearbeitet wird und meiner Meinung nach, das Anwendungsspektrum immens vielfältiger ist.

Was war Dein schönster Moment beim heutigen Lehrgang?
Die Teilnehmer mit Spaß beim Training zu sehen, wie sie sich gegenseitig pushen und somit helfen besser zu werden.
Was wünschst Du Dir für das weitere zukünftige Training der Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
Dass die Pratze ihre Begleiterin in vielen Bereichen wird, mit der man gaaaaannnnnnzzzz viele tolle Trainings- und Trainingsformen aufbauen kann.

Bericht und Bilder: Dominic Forster

 

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