Hessenseminar für Kinder und Jugendliche 2018

Am 2. Juni 2018 war es wieder so weit. Der TFC Hanau-Steinheim war auch in diesem Jahr wieder Gastgeber des Hessenseminars für Kinder und Jugendliche. Bei bestem Wetter zog es über 50 junge Ju-Jutsuka zwischen 8 und 17 Jahren in die Sporthalle. Wie auch die Jahre davor wurden die Teilnehmer in drei Altersgruppen auf die diesjährigen Referenten verteilt.
Die Jüngsten von 8 bis 10 Jahren übernahm Sebastian Stumm (3. Dan Ju-Jutsu). An das Thema „ATEMITECHNIKEN FÜR PRÜPFUNG UND WETTKAMPF“ konnten sich die Kinder spielerisch heran tasten. Partnerweise verteilten sich die jungen Ju-Jutsuka an die vorher ausgelegten Holzringe. Schnell sollte in den Kreis gesprungen werden, um dort den Partner abzuklatschen und ebenso schnell wieder hinaus. Dabei konnten die Kinder bereits das aktive Wippen auf den Fußballen üben, wie es im Wettkampf oft zu sehen ist. Mit dieser Bewegungsform, die sowohl Koordination als auch Reaktion schult, legte Sebastian die Basis für die folgenden Bewegungsformen und davon abhängigen Atemi-Techniken. Nach der großen Pause trainierten die Kinder mit zwischen sich gespannten Therabändern Schläge, Tritte und Kniestöße. Während der Übungsphase arbeiteten alle fleißig mit und in den Spielphasen konnten sich die Ju-Jutsu-Kids dann auch richtig schön austoben.


Ernst Golla (1. Dan Ju-Jutsu) zeigte den 11 bis 13 Jährigen unter dem Thema „SICHELN, FEGEN UND GLEICHGEWICHTBRECHEN“ wie man seinen Partner effizient und kontrolliert zu Boden bringen kann. Zunächst sollte darauf geachtet werden, die Deckung des Gegenübers zu öffnen und in einem weiteren Schritt das Gleichgewicht zu brechen, durch kräftigen Zug am Gi und die für den jeweilig angesetzten Wurf oder Sichel passende Haltung des Partners. Etwas koordinativ anspruchsvoller wurde es dann, als Ernst eine Fuß-Fege-Technik zeigte, bei der man den Gegner mit der Laufrichtung die Füße mit dem eigenen Fuß wegfegen sollte. Anfangs fiel es den jungen Teilnehmern schwer, den richtigen Moment abzupassen. Doch mit geduldigem Üben konnte die Technik von vielen erfolgreich umgesetzt werden. Die für die meisten Ju-Jutsuka neugelernten Fege-, Sichel- und Wurftechniken konnten dann auch in kleinen Wurfkämpfen wettkampfpraktisch orientiert angewandt werden. Es wurden zwei Teams gebildet und jeweils eine Person des einen trat gegen eine Person aus dem anderen Team in einer lockeren Wettkampf ähnlichen Atmosphäre an.

Wohl am meisten geschwitzt haben die Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren, unter der Anleitung von Ingo Althoff (3. Dan Ju-Jutsu) der ihnen die Fitnessmethode „CROSS-X“ näher brachte. Sie starteten zunächst mit einem theoretischen Teil. Ingo erklärte den Jugendlichen den Aufbau des HIIT(„high intensity intervall training“) und welche Faktoren dabei besonders zu beachten sind für ein zum gewünschten Ziel führendes Kraft und Ausdauer Training. Er stellte auch eine Auswahl an Grundübungen (Kniebeuge, Liegestütze, Kreuzheben und Klimmzüge) vor. Dann ging es in die Praxis. Der Referent zeigte die jeweiligen Übungen vor und erklärte, welche Muskelgruppen dabei beansprucht werden und außerdem, welche Aspekte der Übung besonders beachtet werden müssen, um sie ohne Verletzungsgefahr oder mögliche Folgeschäden bei zu langem, falschem Trainieren ausführen zu können. Besonders interessant waren die verschiedenen Variationen der Kraftübungen. Ingo betonte hierbei, dass es wichtig sei, sich die Übungsvariation heraus zu suchen, die zu den eigenen Trainingszielen und körperlichen Voraussetzungen am besten passe.

Nachdem alle gezeigten Übungen gemeinsam ausprobiert und in kurzen Intervallen trainiert worden waren, wurde alles Erlernte in einem Zirkeltraining mit sechs Stationen kombiniert. So konnten sich die Ju-Jutsuka gezielt auspowern.
In der großen Pause zur Halbzeit des Hessenseminars gab es für alle die Möglichkeit, sich an der leckeren Kuchentheke zu stärken und mit Getränken zu erfrischen.

An dieser Stelle einen großes Dankeschön vom HJJV an den Ausrichterverein TFC Hanau-Steinheim und den Helfern, die beim Matten Auf- und Abbau geholfen und mit vielen Kuchen und Snackspenden das Buffet unterstützt haben.



Text: Patricia Schäffer
Bilder: Stefan Lechthaler

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