Viermaliger Weltmeister unterrichtet Wurftechniken in Perfektion in Wiesbaden

Er ist Deutschlands derzeit erfolgreichster Ju-Jutsuka. 2014-2017 ging er jeweils mit der Goldmedaille dekoriert von der Matte bei Welttitelkämpfen. Am 25.08.2018 ging Roman Apolonov im Wiesbadener Otto-Schmelzeisen-Dojo als Referent auf einem Landestechniklehrgang für den Hessischen Ju-Jutsu Verband auf die Matte und unterrichtete Wurftechniken in Perfektion.
Roman thematisierte das Hüftrad (Koshi Guruma) und den Eckenwurf (Sumi-Gaeshi). Dabei war es ihm wichtig den Teilnehmern zu verdeutlichen, wie man diesen Selbstfallwurf letztlich auch gegen einen unkooperativen Partner erfolgreich durchsetzen kann. „Ich habe mein Augenmerk hauptsächlich auf Würfe gelegt, die auch dann noch funktionieren, wenn der Gegner einen starken Nackengriff hat und man insofern in einer ungünstigen Position ist. Ich wollte damit zeigen, dass man trotz schlechter Ausgangsposition trotzdem aktiv sein und gewinnen kann.“
Zum Schluss zeigte Roman eine Bodentechnik gegen die gegnerische Bankposition, wenn der Partner sich nach dem Wurf direkt in die Verteidigung in der Bank rollt als schnellen Übergang.
Die Atmosphäre war aus Romans Sicht „super angenehm und die Teilnehmer motiviert“. Aber nicht nur die zahlreichen Teilnehmer profitierten vom profunden Wissen des Ausnahmeathleten. Roman meinte nach dem Lehrgang, dass auch er für sich selbst wieder einiges dazulernen konnte: „Ich lerne eigentlich in jedem Training auch als Trainer. Wenn man sich mit den Details einer Technik auseinandersetzen muss, dann findet man immer wieder wichtige Kleinigkeiten, die einem noch nicht wirklich bewusst waren.“ Deshalb begrüße er den freundschaftlichen Austausch auf der Matte, da er immer dann, wenn ihm Fragen gestellt werden, zum Nachdenken über die Techniken angeregt werde.
Wir bedanken uns ganz herzlich für Romans zweiten Auftritt, nach seinem diesjährigen Debüt als Referent für den HJJV in Erbach. Insbesondere möchten wir uns dafür bedanken, dass er sehr kurzfristig als „Ersatzmann“ für den eigentlich als Referent vorgesehenen aber leider erkrankten Bundestrainer Andy Kuhl einsprang.


Bericht und Fotos: Sebastian Stumm

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