HJJV News

Klausurtagung des HJJV

Am ersten Juliwochenende traf sich der Großteil des HJJV Führungsteams (Präsidium, Vorstand, Beauftragte, Landestrainer) in den Räumlichkeiten der Landessportschule Frankfurt, um sich drei Tage ungestört der Zukunft des Hessischen Ju-Jutsu Verbands zu widmen.

Am Freitagabend eröffnete das Präsidium mit einer Sitzung, die sich der Geschäftsführung des Verbands widmete.

Der Samstagmorgen wurde für eine Vorstandssitzung genutzt, in der nach intensiven Diskussionen richtungsweisende Beschlüsse gefasst wurden. Nach dem Mittagessen beschäftigten sich die einzelnen Ressorts Leistungssport, Breitensport und Jugend in internen Sitzungen mit ihren Themen.
Am späten Nachmittag wurden die Ergebnisse der Ressortsitzungen im großen Kreis vorgestellt und entsprechende Anträge durch den Gesamtvorstand beschlossen.

Für den Sonntagvormittag war die übliche Planungssitzung für das Folgejahr vorgesehen. In dieser wurde der Terminplan 2020 entwickelt, der nach Ansicht seiner Entwickler den besten Kompromiss aus den Erfordernissen der einzelnen Ressorts darstellt. Darin präsentiert sich den Sportlern unserer Mitgliedsvereine eine ausgewogene und inhaltlich qualitativ hochwertige Mischung aus Techniklehrgängen, Ausbildungen, Wettkampfveranstaltungen, Prüfungen und der Vorbereitung darauf, zielgruppenorientierten Angeboten, speziellen Kinder- und Jugendveranstaltungen und vielem mehr.
Wie immer wird der Terminplan des Folgejahres im Oktober auf der Homepage des HJJV zu finden sein. Der Kalender mit den Ausschreibungen dazu wird allen Interessierten im November zur Verfügung stehen.
Ein ganz große DANKESCHÖN geht an alle Teilnehmer der Klausurtagung, die nicht nur an diesem Wochenende einen großen Teil ihrer Freizeit in das Wohl des Verbandes investiert haben, um damit allen Sportlern der Mitgliedsvereine die bestmöglichen Bedingungen zur Ausübung ihres Sports zu bieten.
Ju-Jutsu ist Lebensgefühl – Ju-Jutsu sind wir!

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 

Erste Trainerfortbildung 2019 in Maintal

Am letzten Samstag im März trafen sich 26 hessische TrainerInnen zu einer Fortbildungseinheit zur Verlängerung ihrer Trainer C Lizenz. Petra Bergmann und Matthias Schulze hatten den Tag dazu erkoren den erfahrenen TrainerInnen alternative Trainingsmethoden für das Training der Kondition- und Koordination vorzustellen.

Den Anfang machte Petra Bergmann, die den TeilnehmerInnen das DJJV-Sportabzeichen etwas näher erläuterte. Neben der Vorstellung des Sportabzeichens konnten alle TeilnehmerInnen die vielfältigen Übungen selber ausprobieren und dadurch ihren aktuellen Fitnessstand bestimmen. Viele machten auch von der Möglichkeit Gebrauch, das Sportabzeichen vor Ort zu absolvieren.
Als zweites Thema wurden von Matthias Schulze die Vorteile eines High Intensity Interval Training (HIIT) vorgestellt. Auch in diesem Teil wurden verschiedenen Übungen unter den Gesichtspunkten hohe Intensität, schnelles erreichen der Belastungsgrenze und kurze Erholungsphasen kombiniert mit Ju-Jutsu Techniken erarbeitet und selbst erprobt. Wie alle feststellten, eine sehr schweißtreibende Angelegenheit.
Als Resümee kann von einem gelungenen Fortbildungstag berichtet werden, an dem der ein oder anderer mit neuen Ideen und Impulsen für das Training in den Heimatvereinen zurückkehrt.

Text und Bild: Sylke Huth

Deutsche Meisterschaften 2019 in Maintal

Am 29.  und 30. Juni wurden die deutschen Meisterschaften im Ju-Jutsu Fighting, Duo und Ne-Waza ausgetragen. Das Event wurde von dem DJJV, HJJV, Budokan Maintal, Bushido Erlensee und der TG Hanau organisiert und von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Die Meisterschaft fand das erste Mal in der Maintalhalle statt, wo bei tropischen Temperaturen von bis zu 35 Grad im wahrsten Sinne des Wortes von insgesamt 237 Athleten aus 93 Vereinen heiße Kämpfe bestritten wurden. Am Samstag wurden die Disziplinen Fighting und Duo ausgekämpft und am Sonntag kamen dann die Bodenkämpfer im Ne-Waza dran. Aus hessischer Sicht sind die Meisterschaften sehr gut verlaufen. Zwar verfehlten ein paar Kämpfer sehr knapp die Goldmedaille, aber man muss dazu sagen, dass die Meisterschaft insgesamt auf einem sehr hohen athletischen Niveau war, in dem manchmal nur Millisekunden über Sieg und Niederlage entschieden. Keiner der Finalkämpfe wurden vorzeitig entschieden und die Punkte lagen oft sehr dicht beieinander. Wir finden, dass auf diesem hohen Niveau auch der 2. Sieger unsere volle Anerkennung und Respekt verdient hat. Die Kämpfer/innen zeigten insgesamt Spitzenleistungen in Fitness, Schnellkraft und Athletik und sind auf jeden Fall mittlerweile auf einem olympischen Niveau angelangt.

Man kann nur im Ansatz erdenken, wieviel Schweiß, Zeit, Disziplin und Herzblut in das Vorbereitungstraining einflossen. Erfreulicherweise gab es an beiden Tagen keine nennenswerten Verletzungen und die gut ausgebildeten Kampfrichter behielten jederzeit die Übersicht über den Kampfverlauf. Wir danken nochmal dem Ausrichterteam für die tolle Organisation und Mithilfe und gratulieren allen Kämpfer/innen zu Ihren Leistungen.

Hier findet ihr die Ergebnisliste

Die nachfolgenden Bilder spiegeln ganz gut das hohe Niveau wieder

Bericht: HJJV Medienteam
Fotos: Stefan Lechthaler

Treffen der Landesprüfer

Unser Ressortleiter Andy Helzel lud zum turnusgemäßen Treffen der Landesprüfer ein. Dies zeigt, wie wichtig Andy und dem HJJV das Thema Qualitätssicherung für den Ablauf von Prüfungen ist. Bei diesen Lehrgängen wird die Erwartungshaltung an die Prüfer immer wieder genau definiert, aber auch die Bewertungen werden besprochen und auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Das Ziel hierbei ist, dass alle Landesprüfungen mit einem gewissen Standard verlässlich und kompetent durchgeführt werden. Die Landesprüfer opfern hierfür Ihre Zeit, um den kommenden Prüflingen eine faire und gut organisierte Prüfung anbieten zu können. Die Bewertungskriterien sind auf allen Prüfungen gleich und werden auch gut in den Prüfungsvorbereitungslehrgängen kommuniziert. Dieser Umstand sollte den Prüflingen eine gewisse Planungssicherheit geben und somit die Nervosität vor den Prüfern und vor der Prüfung rausnehmen.


Da alle Prüfer selbst begeisterte Ju-Jutsuka sind, war es in Ihrem Sinne, dass der Lehrgang diesmal auf der Matte stattfand. Es wurden viele praktische Fallbeispiele besprochen, die von den Teilnehmern vorgeführt und diskutiert wurden. Besprochen und trainiert wurden Themen wie freie Darstellung, Bewegungsform, freie Anwendungsform und vieles mehr. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug und der Konsens aller Teilnehmer war sehr positiv, zumal auch viele der Prüfer sich schon sehr lange kennen und es somit auch eine Art Klassentreffen war. Alle Landesprüfer gingen motiviert und in Ihrem Auffassungsurteil bestärkt nach Hause und sind bereit für die kommenden Prüfungen. Der HJJV dankt allen Teilnehmern für Ihren Einsatz während dieses Lehrgangs und auch für den Einsatz in Prüfungen. Dies ist nicht selbstverständlich, zumal Prüfer auch manchmal unerfreuliche Ergebnisse verkünden müssen und das macht schließlich kein Prüfer gerne. Der HJJV dankt auch Andy Helzel, der seit langer Zeit unermüdlich dieses Amt ausfüllt und als ein sehr kompetenter Ansprechpartner geschätzt wird.

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 

Landestechniklehrgang Senioren

Am 01.06.2919 fand der diesjährige Landestechniklehrgang Senioren in Frankfurt statt. Der Lehrgang wurde von Heinrich Kuhlmann, der auch für das Ressort Seniorensport im HJJV zuständig ist, geleitet. Heinrich betreibt schon seit Jahrzehnten Ju-Jutsu und kennt sich sehr gut darin aus, wie man technische Inhalte an Sportler im fortgeschrittenen Lebensalter vermittelt.
In der Vorbereitung zum Lehrgang wurde über die Themen und die Ausrichtung des Lehrgangs intensiv nachgedacht. Zum einen darüber, ob ausschließlich
1.  Ein Techniklehrgang bzgl. altersgemäße Ausrichtung von Atemi-, Wurf- und Hebeltechniken durchgeführt wird, oder ob …
2.  im Hinblick der Präsenz des Themas in den Vereinen, exemplarisch ein Vereinstraining mit den Schwerpunkten Methodik und Vermittlung von Ju-Jutsu Training für Senioren angeboten wird.
Letztlich entschied sich das Referententeam für die zweite Variante mit der Absicht, das Training für Ältere und betagte Mitglieder sowie für Trainer und Interessierte perspektivisch zu öffnen. Damit verbunden ist gleichzeitig die Aufgabe des Ressortleiters Senioren eine konkretisierte Profilierung des Bereichs Seniorensport im Kontext der klassisch durchgeführten Landestechniklehrgänge zu setzen.
In der Realisierung wurde ein 90-minütiges, fiktives und rein praktisches Vereinstraining mit den Lehrgangs-TN durchgeführt, in dem methodisch hin- und einführend auf die Bereiche Aufwärmen, Sturz seitwärts, Rolle vor- und rückwärts (mit Partner- und Gerätehilfe), altersgemäßes Wurftraining (am Bsp. Hüftwurf) und Allgemeines zum Hebeltechniktraining im Alter eingegangen wurde.

In einer verlängerten Kaffeepause erfolgte ein Impulsvortrag zur Unterrichts-/Vermittlungslehre, um die Erfahrungen in den Praxisangeboten gemeinsam kurz zu reflektieren.
Der letzte Lehrgangsinhalt mit dem Schwerpunkt "Sinn oder Unsinn" einer persönlichen "Aufrüstung" im Alter wurde theoretisch und praktisch am Beispiel des richtigen Umgangs und Einsatzes von Tierabwehr-/Pfefferspray erarbeitet.
Am Ende des Lehrgangs wurden die TN aufgefordert, beim Verlassen der Halle ihre Meinungspunkte auf eine vorbereitete "Bewertungs-/Auswertungszielscheibe" zu setzen. Dieses Feedback stellt eine wertvolle Unterstützung der Referenten bei der Planung zukünftiger Angebote dar.

Dies war ein Lehrgang der besonderen Art, der zeigt, dass Ju-Jutsu auch bis ins hohe Alter erlernbar ist. Auch für Ju-Jutsuka, die schon länger dabei sind, ist das Alter keine Hürde, sondern Motivation. Der HJJV unterstützt alle Mitglieder in der zweiten Lebenshälfte mit vielen Angeboten, u.a. auch mit der Prüfung 40+.
Der Lehrgangsinhalt wurde von den Teilnehmern mit großem Interesse aufgenommen.

Bericht: Heinrich Kuhlmann
Fotos: Ulrike Kuhlmann

Vorbereitungstrainingslager DEM 2019

Am vergangenen Wochenende bereiteten sich die Landeskaderathleten der u21 und Senioren auf die Deutschen Einzelmeisterschaften mit ihrem alljährlichen Trainingslager vor.


Bereits Donnerstagmittag ging es mit dem gemeinsamen Mittagessen in der Jugendherberge los und danach starteten die Athleten mit viel Elan in einen Tag, der vollgepackt mit Trainingseinheiten der Schwerpunkte Part 1 und Randori war.

Freitag war die große, 3,5 stündige   Einheit über Mittag, damit jeder Athlet sich verschiedensten Situationen im Kampf stellen konnte und die für ihn richtige, auf den Gegner angepasste Taktik finden konnte. Gleichzeitig haben wir die in Bukarest laufende EM verfolgt und konnten, dank des im Dojo vorhandenen Beamers und der Leinwand, sogar einige Kämpfe über den Livestream verfolgen. Die nun ermüdeten Kämpfer konnten anschließend bei einem Besuch in der Therme Regeneration betreiben und neue Kraft für die verbleibenden Trainingseinheiten sammeln, vor allem für das allseits gefürchtete Ausbrennen am Samstagabend.  

Der Samstagmorgen begann mit einer sehr produktiven Part 2 Einheit, von der es direkt zum Essen ging. Anschließend durften die Fighter den hessischen Landeskader BJJ/Ne-Waza bei sich begrüßen. In einer sehr ausgiebigen, lustigen und ergiebigen Einheit, geleitet vom Ne-Waza Landestrainer Patrick Schreier, haben beide Kader voneinander profitiert und die Beteiligten den Wunsch geäußert, eine solche Kooperation zu wiederholen.

Nach einem bereits sehr langen Tag wurde nun den Kämpfern in der letzten Trainingseinheit des Tages alles abverlangt. Es wurden mit Hilfe von verschiedenen Übungen die Belastung bis einschließlich des Finalkampfs nachgestellt und mit stetigem Anfeuern der Trainingspartner und der Trainer haben die Kämpfer alles aus sich rausgeholt und sind bis an Ihre Grenzen gegangen.

Trotz Müdigkeit und körperlicher Erschöpfung haben die Athleten am Sonntag nochmal eine Randorieinheit durchgezogen, bevor es nach Hause und in die wohlverdiente Erholungsphase ging.

Ein großes Lob geht vor allem an einige Kämpfer der u18, welche trotz der am Wochenende davor gekämpften Deutschen Schülermeisterschaft wieder auf der Matte standen, mehr lernen wollten und unsere Großen fleißig als Partner unterstützt haben. Auch an die zeitweiligen Teilnehmer vielen Dank, dass Ihr es Euch möglich gemacht habt zu kommen!



Nun wünschen wir den Kämpfern noch eine verletzungsfreie und produktive weitere Vorbereitung und VIEL ERFOLG auf den Deutschen Meisterschaften am 28.06 und 29.06 in Maintal!
Mögen die Hessen in Hessen siegen!

Bericht und Fotos: Annika Meyer

Stell dir vor, du bist blind...
Selbstverteidigung für Sehbeeinträchtigte und Blinde -- und Sehende

"Ein LTL für Blinde? Was willst du denn da? Du kannst doch sehen?" So oder ähnlich haben sicherlich einige gedacht und haben manche gefragt, als es um den LTL Selbstverteidigung für Sehbeeinträchtigte und Blinde am 11.05.2019 in Marburg ging.

Dabei lohnt sich ein Besuch eines solchen Lehrgangs gerade für Sehende gleich aus mehreren Gründen, die unter der fachkundigen Anleitung von Oliver Einlofft und Ingo Becker auch allen vielleicht noch skeptischen Teilnehmern und Teilnehmerinnen an diesem verregneten Samstag gänzlich klar wurden.

  • Ganz egoistisch gedacht: Schon mal mit Blinden oder Sehbeeinträchtigten trainiert? Nein? Tu es! Wer vielleicht sein ganzes Leben oder schon lange daran gewohnt ist, ohne oder mit wenig Sicht auszukommen und dafür viel über taktile Reize zu arbeiten, hat ein Körpergefühl, das dir hilft, Techniken gut auszuführen.
  • Ungewöhnliche Situationen ausprobieren: Was passiert eigentlich, wenn du mal nichts siehst? Kannst du dich auch im Dunkeln verteidigen oder wenn etwas deinen Augen bedeckt?
  • Bist du Trainer? Schon mal überlegt, wie man Techniken vermittelt, wenn die Schüler nichts sehen können? Und welche Techniken sind eigentlich geeignet?
  • Bist du bereit, deinen Horizont zu erweitern? Noch immer sind die Sportangebote für Blinde und Sehbeeinträchtigte begrenzt. Nur Offenheit, Neugier und Willen auf allen Seiten kann dazu führen, dass sich dies ändert!

Unter diesen Gesichtspunkten beschäftigten sich ca. 15 Budoka mit der SV. Nach einen spezifischen Aufwärmen, in dem schon die ersten Stolperfallen für Trainern deutlich wurden (Wie findet man den richtigen Abstand, wenn man ihn nicht sieht?) ging es hauptsächlich mit Griffabwehren weiter. Dabei musste man sich auch mal umstellen, denn die "Blindenrolle" wurde, soweit dies ging, fleißig getauscht. Das gab Aha-Erlebnisse, denn wie so mancher sonst Sehende nach seiner üblichen Abwehr feststellte: Griff gelöst, Abstand gewonnen -- und nu? Wo ist er hin, der Angreifer? Schnell lernten wir also Kontakt zu halten und möglichst Kontrolle zu gewinnen. Auch der Blindenstock wurde auf seine SV-Tauglichkeit geprüft. Verbalisierungsübungen (Wie beschreibt man ein Grifflösen, -sprengen, einen Hebel für Nicht-Sehende? ) rundeten das Thema ab.

Mit herzlichem Dank an unsere tollen Referenten und ihr Unterstützungsteam an Blinden und Sehbeeinträchtigen, die so fleißig selbst trainiert und so offen all unsere neugierigen Fragen beantwortet haben!

Bericht und Foto: Silke Wranik

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