HJJV News

Fit bis in hohe Alter - Siggi Derwisch im Portrait

Der hoch dekorierte Dan-Träger im Ju-Jutsu denkt mit 81 noch lange nicht ans Aufhören. Der Hessische Rundfunkt hat einen tollen Bericht über Siggi gedreht und hier kann man sich den einen oder anderen Tipp holen, wie man bis ins hohe Alter aktiv Ju-Jutsu betreiben kann. Respekt Siggi Derwisch und weiter so!

Hier könnt ihr den Bericht anschauen

 

Tipps für die Verteidigung außerhalb der Trainingshalle

Landestechniklehrgang für Kinder und Jugendliche beim KSC e.V. Hünfeld / junge Kampfsportler mit großem Spaß und Interesse dabei.



Zum diesjährigen Landestechniklehrgang für Kinder und Jugendliche des Hessischen Ju-Jutsu-Verbandes e.V. (HJJV e.V.) unter dem Motto „Selbstverteidigung unter ungünstigen Bedingungen“ waren insgesamt 35 junge Ju-Jutsu-Kas samt ihrer Trainer und davon insgesamt 21 Kampfsportler vom Kampfsport Club Hünfeld e.V. (KSC) in die Hünfelder Kreissporthalle gekommen.
Interessiert und aufmerksam folgten die Teilnehmer dem Referenten des HJJV, Robin Ruff (2. Dan Ju-Jutsu und Trainerlizenz B), der in seinem etwa zweistündigen, praktischen Diskurs den Kampfsportlern zeigte, wie sie sich außerhalb der günstigen Bedingungen, die in der Trainingshalle vorherrschen, verteidigen können. Zielsetzung des Lehrgangs war es, den Teilnehmern zu zeigen, wie sie sich verteidigen können, wenn sie beispielsweise unter Stress stehen, der Gegner deutlich größer und stärker ist, sie sich in einer unbekannten Umgebung befinden oder nicht aufgewärmt sind. Hierbei bereitete den 8 – 13-jährigen Kämpfern vor allem der Einsatz eines Ganzkörperschutzanzuges viel Freude, bei dem sie sich mit Atemitechniken (Schlägen und Tritten) so richtig auspowern konnten. Aber nicht nur die jungen Kämpfer kamen auf ihre Kosten, auch die anwesenden Trainerinnen und Trainer erhielten Anregungen und neue Methoden für Training und Realität.



Bericht und Foto: Alex Traud

Wir sind Weltmeister

Vom 17-19.März fanden die Jugend Weltmeisterschaften U18 – U21 in Griechenland, Athen statt. Gekämpft wurde im Ju-Jutsu Fighting, NeWaza, sowie Duo. Aus hessischer Sicht können wir erfreulicherweise 2 neue Weltmeister und eine Vizeweltmeisterin im Ju-Jutsu Fighting melden. Jennifer Günsch und Maximilian Strauch sind Weltmeister und Tanika Rundel ist Vizeweltmeisterin.  Wir gratulieren den hessischen Ju-Jutsukas zu dieser hervorragenden Leistung und danken gleichzeitig den Trainern und Vereinen für die Vorbereitung und Unterstützung. Das deutsche Team belegte im Gesamtranking aller Länder den respektvollen 2. Platz.

Text: HJJV Medienteam Bilder: DJJV

 

Hessenmeisterschaft 2017 in Maintal

Dem Aufruf des HJJV zur Hessenmeisterschaft am 11.03.2017 folgten insgesamt 159 JuJutsukas aus 21 unterschiedlichen Vereinen und boten dem zahlreich erschienen Publikum 224 teils hochspannende Kämpfe im JuJutsu Fighting sowie im NeWaza. In der Kategorie NeWaza waren insgesamt 35 Kämpfer gemeldet, hier ist ein nach oben zeigender Trend zu erkennen. Den Großteil der Kämpferinnen und Kämpfer im JuJutsu-Fighting machte mal wieder die Jugend mit 102 Startern aus. Leider waren bei den Senioren nur 22 Kämpfer/innen gemeldet, die sich aber sehr spannende und hochklassige Kämpfe lieferten. Für alle ging es ja um nicht weniger als den Titel des Hessenmeisters zu erkämpfen, glücklicherweise wurden keine ernsthaften Verletzungen  gemeldet und der ganze Veranstaltungstag lief reibungslos ab. Hier zeigte sich mal wieder die Kompetenz des HJJV, aufgrund der langjährigen Erfahrung, eine solche Meisterschaft gut organisiert und zügig durchzuführen. An dieser Stelle auch nochmal einen großen Dank an unsere kompetenten Kampfrichter, die alle Kämpfe souverän mit Ihren Entscheidungen leiteten. Auch der Budokan Maintal e.V. als Ausrichter war wieder einmal ein hervorragender Gastgeber. Erwähnenswert ist auch der JC Erbach, der mit insgesamt 19 Medaillen den Medaillenspiegel nach Vereinen anführte, gefolgt vom JC Hofheim mit 12 Medaillen und dem KSC Hanau mit 9 Medaillen.
Auch gibt es 2 neue Landeskampfrichter. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung konnten zwei Landeskampfrichteranwärter am Ende der HEM ihre neue Landeskampfrichterlizenz aus den Händen der Ressortleiterin Kampfrichterwesen, Martina Leukert, in Empfang nehmen. Die Prüfungskommission, bestehend aus Martina Leukert, dem Vizepräsidenten Leistungssport Drago Markovic und Präsident Thomas H. Meyer, betonte ausdrücklich die überdurchschnittliche Leistung der beiden, so dass nicht nur die beiden neuen Kampfrichter, sondern auch der HJJV zu Recht stolz auf seine Kampfrichter sein kann.
Herzlichen Glückwunsch an Christopher Müller und Björn Gronewold!
Die Veranstaltung endete gegen 17 Uhr mit vielen neuen glücklichen Hessenmeister/innen.

Bilder: Stefan Lechthaler Text: HJJV Medienteam

Landestechnikerlehrgang „Beintechniken“ dynamisch und spektakulär

Am 4. März 2017 veranstaltete der HJJV einen Landestechnikerlehrgang mit Kai Müller. Kai hat den 4. Dan Ju Jutsu, 7. Dan Taekwondo, 2. Dan Karate und  die Trainer -A-Lizenz. Er betreibt den Kampfsport seit 1984, also ein mehr als kompetenter Lehrer, wenn es um die Vermittlung von Beintechniken geht. Dem Aufruf zum Lehrgang folgten ca. 50 JuJutsuka aus ganz Hessen und waren gespannt, was auf sie zukommen wird. Kai begann nach einer kurzen Begrüßung erstmal mit einem Aufwärmprogramm, dies ist sehr wichtig um verletzungsfrei kicken zu können und auch um den maximal möglichen Bewegungsradius zu erarbeiten. Dann ging es auch schon los mit Beintechniken in Kombination. Diese konnten die Teilnehmer dynamisch mit Partner trainieren und später kam dann noch die Pratzenarbeit hinzu. Der Lehrgang war wie folgt aufgebaut:

1. Teil:
Techniktraining: 5 verschiedene Varianten des Halbkreisfußtritts
2. Teil:
Verschiedene Reaktionsübungen zur Verbesserung der Handlungsschnelligkeit
3. Teil:
Übertrag der geübten Techniken und Reaktionsübungen auf drei unterschiedliche Situationen in der Selbstverteidigung

Nach 3 Stunden Kicks gingen die Teilnehmer dann gut gedehnt und wahrscheinlich mit einem kleinen Muskelkater wieder nach Hause. Der Spaß und Lernfaktor war auf jeden Fall gegeben.

Nachfolgend findet ihr noch ein paar interessante Gedanken von Kai, die er uns nach seinem Lehrgang mitteilte.
Woher bekommst du den Input für neue Techniken?
Lehrgänge, Videos, Bücher
Was waren deine Überlegungen zu diesem Lehrgang?
Besonderheiten der Taekwondo-Beintechniken vermitteln. Übertrag dieser Besonderheiten zum JJ verdeutlichen (z.B. in der SV).
Das Thema Dehnen unterliegt ja tendenziellen wissenschaftlichen Schwankungen in der Bewertung für den Nutzen. Mal ist es wichtig, mal überbewertet. Wie siehst du das? Kannst du uns hier über deine eigenen Erfahrungen berichten?
Für schnelle hohe Beintechniken ist intensives Dehnen eine Voraussetzung. Dabei geht es weniger um das einzelne Training. Wenn ich gut aufgewärmt bin, kann ich auch ohne viel Dehnung hoch kicken. Aber regelmäßiges Dehnen erhöht meine Grundflexibilität.
Du bist ja sehr gelenkig, arbeitest du täglich an deiner Beweglichkeit und wie sieht bei dir so eine Dehnroutine aus?
Ja täglich. Gut aufwärmen und dann lange Dehnungsphasen in einer Position.
Rollst du schon, in Bezug auf Faszienrollen, was ja die Beweglichkeit stark erhöhen soll?
Das ist eine gute Ergänzung.
Hast du noch Tipps für uns, wie JuJutsuka ihre Kicks verbessern können?
Regelmäßiges Dehnen ist eine Voraussetzung. Genauso wichtig ist aber, an einer exakten Technik zu arbeiten.
Hast du auch noch spezielle Tipps für unsere Wettkämpfer, um Schnelligkeit und Timing zu verbessern.
Reaktionsübungen zur Verbesserung der Handlungsschnelligkeit sind eine gute Trainingsmethode.
Wie hältst du dich ansonsten fit? Machst du auch noch andere Sportarten?
Nur Ju-Jutsu und Taekwondo. Dazu ein Fitnessprogramm (Grundlagen Ausdauer/Kraft) vor EM und WM.
Wie siehst du die Entwicklungen im Taekwondo, Karate und JuJutsu?
Alle drei Kampfsportarten haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt und professionalisiert. Gerade im Leistungssport wird das deutlich. Dabei sollten aber die traditionellen geistigen Inhalte der Kampfkünste nicht verloren gehen, die sich gerade in der Vermittlung von positiven Charaktereigenschaften bei Kindern und Jugendlichen zeigen. Diese machen sicherlich einen wichtigen Unterschied zu reinen Sportarten wie zum Beispiel Fußball aus.
Wie lautet dein Lebensmotto?
Ich habe keins. Aber Beständigkeit ist sicherlich etwas, was mich auszeichnet.

Wir danken Kai für seine Mithilfe an der Verbesserung unserer Beinarbeit und dem Ausrichter Sport Club Budokan Maintal e.V., der wieder einmal ein hervorragender Gastgeber war.

Nachfolgend ein paar Impressionen

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 



Sichtungslehrgänge Jugend in Limburg und Erbach

Um sich für den Jugendkader zu qualifizieren, kamen am 4. Februar und 4. März insgesamt 38 Athleten nach Limburg bzw. Erbach im Odenwald. 

An beiden Terminen überprüften die Landestrainerinnen Manuela Lukas und Claudia Behnke die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer aus den Altersklassen U10 bis U15. Hierbei wurde besonders Wert auf die Koordination und Beinarbeit gelegt. Natürlich standen auch viele Randoris auf dem Programm, bei denen die jungen Athleten ihr Können präsentierten.

Die Landestrainerinnen bedanken sich bei den Vereinen JC Limburg und JC Erbach, die wieder einmal ihre Hallen für uns öffneten, und damit seit vielen Jahren das Training des Landeskaders Jugend möglich machen.

Die endgültige Entscheidung über die Mitgliedschaft im Jugendkader erfolgt nach den Hessenmeisterschaften am 11. März und wird dann den Vereinen und Athleten bekannt gegeben.

Die Landestrainerinnen freuen sich auf spannende Kämpfe, eine tolle Saison 2017 und wünschen viel Erfolg.   

Bericht und Foto: Claudia Behnke

Schießen in Nahdistanz unter Einwirkung eines Angreifers

Bei einem Angriff mit einem Messer oder einer Schusswaffen auf einen Polizeibeamten kommt es mitunter zur Konfrontation im unmittelbaren Nahbereich. Dabei können die konventionellen Anschlagsarten mit den dienstlichen Waffen zur Bewältigung dieser Extremsituation kontraproduktiv sein. In dem Seminar wurden deshalb Techniken und Taktiken trainiert, um die Chancen für eine erfolgreichere Lösung dieser Situationen zu erhöhen und möglichst verletzungsarm zu überstehen. Gleichzeitig wurden auch die für den Polizeibeamten ungünstigen Positionierungen allein und als Funkstreife thematisiert, so dass hier eine einfache Handlungsroutine trainiert werden konnte, die es auch dem Streifenpartner erlaubt, unterstützend bei einem Angriff einzugreifen.
Mit Thomas Neu, Polizeireferent im Ju-Jutsu Verband Bayern und Einsatztrainer der Bayrischen Bereitschaftspolizei, ist es der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Kooperation mit dem Hessischen Ju-Jutsu Verband e.V. bei der zweiten Auflage dieser Fortbildungsveranstaltung gelungen, einen der Topreferenten am Samstag, 25. Februar 2017 nach Kassel zu holen.
Nach Begrüßung durch die Abteilungsleiterin des Studienortes Kassel Sigrid Josephs, und dem Polizeireferenten des HJJV Martin Silbersack, ging es direkt in die Praxis mit den nötigen Einsatzmitteln zum Training.
Gerade die aktuelle Thematik des dynamischen Angriffs auf Personen bannte die gut 40 Beamten von Justiz, Polizei, Bundeswehr und Zoll aus Hessen und den umliegenden Bundesländern an diesem sehr kurzweiligen Nachmittag. Umso erfreulicher wurde das Kaffee- und Kuchenangebot des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel e.V. im Anschluss an das Training angenommen.

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