HJJV News

Landestechniklehrgang Freie Anwendungsformen/Allkampf in Erbach

Am 18.05.2019 richtete der Judo Club Erbach einen Landestechniklehrgang zum Thema freie Anwendungsformen/Allkampf aus. Referent war Holger Tanzberger aus Nürnberg (5. Dan Taekwondo, 2. Jiu-Jitsu, 1.Dan Kamp Ju-Jutsu und Purple Belt BJJ). Nach einer kurzen Begrüßung durch Bernd Keßler, den 1. Vorsitzenden des ausrichtenden Vereins, startete der Lehrgang.
Nach einer kurzen Einführung in das Regelwerk des Ju-Jutsu Allkampf startete Holger mit Atemitechniken im Stand. Hierbei demonstrierte er Möglichkeiten, die Führhand des Gegners zu kontern sowie mögliche Faust- und Fußkombinationen für den Ju-Jutsu Allkampf. Während aller Übungsformen wurde hierbei großen Wert auf die Eigensicherung gelegt, um möglichst realistisch zu arbeiten.
Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen lautete der Schwerpunkt Übergang vom Stand in den Bodenkampf. Hierbei wurden erneut Atemitechniken zur Vorbereitung eines Beinangriffs demonstriert. Im Anschluss demonstrierte Holger Variationen den Beinangriff zu kontern, aber auch diesen erfolgreich zu Ende zu bringen.
Als letzter Technikblock stand der Bodenkampf auf dem Programm, hier widmete sich Holger der Kreuzposition, zeigte einen Beugehebel und erneut mögliche Gegentechniken (Befreiungen) und auch Weiterführungstechniken für diese Situation.
Die abschließenden 20 Minuten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einem lockeren Sparring (Atemi-, Wurf- und Bodenkampf) das zuvor Demonstrierte anzuwenden.
Nach schweißtreibenden 3 Stunden war im Anschluss der Lehrgang beendet, wobei jeder einen guten Einblick in den Ju-Jutsu Allkampf gewinnen konnte und auch Ansätze für das Training der freien Anwendungsformen gewinnen konnte. Wir bedanken uns bei Holger für einen super Lehrgang! 



Bericht und Foto: Georg Keßler



 

Ein nicht ganz alltägliches Erlebnis

 

Es passiert nicht oft im Leben, dass man Post aus der Hessischen Staatskanzlei bekommt. Wenn es dann tatsächlich passiert, ist die Aufregung natürlich besonders groß.
So erging es unserem Vizepräsidenten Jugend, Robin Ruff, als er die Nachricht bekam, dass ihm ein Stipendium verliehen wird und er zur Ehrung in die Staatskanzlei eingeladen ist.
Am 08.05.2019 war es dann soweit. In Begleitung von Familie, Vorstandsmitgliedern aus dem 1. Sprendlinger Judo Verein e.V., Präsidiumsmitgliedern aus dem Hessischen Ju-Jutsu Verband e.V. und Freunden traf man sich in Wiesbaden, um an diesem Event teilzunehmen.
In einem wunderschönen Rahmen wurde Robin dann mit 4 weiteren jungen Sportlern das Dr. Horst Schmidt Jugendstipendium durch den hessischen Innenminister, Herrn Peter Beuth, verliehen. Das Stipendium ehrt besonders engagierte Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in hervorragender Weise um den Sport verdient gemacht haben, und ist mit einer finanziellen Unterstützung in erfreulicher Höhe verbunden. Herr Beuth verstand es, in der Laudatio an die jungen Sportler ihre Leistungen und Verdienste für den Sport in angenehmer Weise hervorzuheben.
Nach zwei weiteren Ansprachen, einmal von der Vorsitzenden der Sportjugend Hessen, Juliane Kuhlmann, und einer gelungenen Erwiderung einer jungen Dame aus der Reihe der geehrten Sportler, kam die Gelegenheit, Fotos zur Erinnerung aufzunehmen.
Nachdem nun die Anspannung nachgelassen hatte, war es leicht, sich bei Speis und Trank zusammen zu finden, um Erfahrungen oder auch Kontakte auszutauschen und auch mit unserem Innenminister ein paar Worte zu wechseln.
Einen letzten Höhepunkt setzte der Rundgang durch die offiziellen Räume der Staatskanzlei. Die erzählten Anekdoten mit den vielen erläuternden Erklärungen zum Gebäude rundeten dieses wundervolle Ereignis ab. 
Unser Fazit: Eine rundum gelungene Verleihung!

Bericht und Fotos: Monika Meyer

Neue Impulse für das eigene Training

Landestechniklehrgang des Hessischen Ju-Jutsu-Verbands in Hünfeld / Einblicke in das Hanbo JutsuInsgesamt 23 Ju-Jutsu-Kas, davon 11 vom Kampfsport Club Hünfeld e.V. (KSC), lockte der diesjährige Landestechniklehrgang des Hessischen Ju-Jutsu-Verbandes (HJJV) bei der Ju-Jutsu-Abteilung des KSCs in die Hünfelder Kreissporthalle. Interessiert und motiviert folgten die Teilnehmer dem Referenten Rainer Seibert (2. DAN Hanbo Jutsu DJJV und 6. DAN Gendai-Goshin-Hanbo-Jutsu), der es als Meister seines Faches verstand, sein Wissen im Umgang mit dem Hanbo, einer Art Schlagstock, gekonnt weiterzugeben. Zielsetzung des Lehrgangs war es hierbei nicht nur, den Teilnehmern einen Einblick in das Hanbo Jutsu zu geben, sondern der Referent wollte sie auch in die Lage versetzen, das eigene Training mit Hanbo Elementen bereichern zu können. Und so machten sich die Teilnehmer nach dem kurzweiligen und abwechslungsreichen dreistündigen Lehrgang bepackt mit allerlei neuen Trainingsanregungen und Tipps wieder auf den Heimweg.

Bericht und Foto: Alexander Traud

Zwei Tage Kata in Marburg



Eine Matte voller Budoka, die hochkonzentriert die korrekte Angriffsausführung mit dem Bokken üben. Zwischendurch lauschen sie immer wieder den Erklärungen von Michael Hoffmann (6. Dan Jiu Jitsu, 5. Dan Judo, 2. Dan Ju Jutsu) und Dieter Münnekhoff (5. Dan Judo). In insgesamt 5 Stunden auf dem LTL Jiu Jitsu nähern sich Gelbgurte wie hochgraduierte Schwarzgurte an einem schönen, sonnigen Samstag der Kime No Kata. Am etwas verregneten Sonntag besteht auf dem sich anschließenden Vereinslehrgang diesmal die Möglichkeit zur Vertiefung der Kime No-, dem Erlernen der Kodokan Goshin Jutsu- oder der individuellen Beratung bei anderen Kodokan Kata.

Der BSC Samurai ist als Ausrichter stolz auf sein Wochenendkonzept: Seit fünf Jahren gibt es hier jeden Februar zwei Tage „Kata intensiv“ mit Michael und Dieter und durch regen Austausch in Kuchenpausen, beim gemeinsamen Abendprogramm und bei den vereinsintern organisierten Übernachtungen entstehen so manche Freundschaften und Kooperationen. Da verwundert es nicht, dass viele Teilnehmer immer wieder kommen.

Erstmals war dieses Jahr der HJJV e.V. Veranstalter des Lehrgangs am Samstag, so dass für HJJV-Mitglieder der Lehrgang für Lizenzverlängerungen oder Prüfungsvorbereitungen anerkannt werden kann. Dass aber alle Trainierenden aus echtem Interesse da und mit viel Herzblut bei der Sache waren, war schon in den ersten Minuten offensichtlich. Kata-Lehrgänge sind anders. Mehr als vielleicht im normalen Training geht es darum, das Prinzip hinter Techniken zu verstehen, sich selbst und die eigenen Bewegungen, den Partner und seine Reaktionen zu verstehen. Keine Bewegung ist zufällig, alles ist festgelegt und, was man vielleicht ohne Verständnis zuerst als einengend betrachtet, führt aber durch die genaue Beschäftigung und Reflexion zu so manchem Aha-Effekt und neuen Erkenntnissen – zu Techniken, zu sich selbst und zum Partnerverhalten



Für die Kime No Kata, was übersetzt soviel bedeutet wie „Form der Entscheidung“ heißt dies eben auch, dass Uke (der Angreifer) richtig angreift – gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass in dieser traditionellen Selbstverteidigungskata auch Angriffe mit dem Schwert und Dolch ausgeführt werden müssen. Um so eifriger wird der Umgang mit den ungewohnten Waffen trainiert, wobei Schnelligkeit und Genauigkeit eine große Rolle spielen. So wird Tori (dem Verteidiger) ermöglicht, den „Geist der Entscheidung“ (Kime), um den es in dieser Kata geht, gut zur Geltung zu bringen.



Nach insgesamt mehr als zehn Stunden, in denen unermüdlich trainiert wurde, waren nicht nur alle aus gutem Grund erschöpft, sondern es rauchten auch kräftig die Köpfe. Mit neuem Wissen und einem kräftigen Motivationsschub kehrten die Teilnehmer*innen am Sonntag in ihre eigenen Vereine zurück.

Text und Fotos: Silke Wranik



Westdeutsche Meisterschaft Ju-Jutsu in allen Disziplinen: Fighting, Newaza und Duo

Die diesjährige Westdeutsche Meisterschaft Ju-Jutsu fand nach 2017 wieder einmal in Maintal statt. Am 04. Mai folgten insgesamt 135 Kämpfer der Einladung des DJJV, um sich auf der Matte zu messen. Leider entsprach die Teilnehmerzahl dieses Jahr nicht den Erwartungen, da sich über 200  Kämpfer qualifiziert und angemeldet hatten. Eine Ausfallquote von fast 35% gegenüber den Anmeldungen hat man seit Jahrzehnten nicht gesehen. Über die Gründe darf spekuliert werden.
Es erschienen aber immerhin Teilnehmer aus 42 verschiedenen Vereinen und 4 Regionen. Diese kämpften über den Tag verteilt in insgesamt 194 Kämpfen um den Titel des Westdeutschen Meisters. In der großen Halle zeigten die Kämpfer im Ju-Jutsu Fighting und Duo ihre Skills und in der kleinen Halle traten die Kämpfer im Newaza an.


Erfreulicherweise war das Land Hessen mit 20 x Gold, 17 x Silber und 15 x Bronze im Ranking des Medaillenspiegels auf Platz 1 und der Judoclub Hofheim belegte einen hervorragenden 2. Platz im Ranking nach Vereinen.
Das Turnier verlief wie immer reibungslos und zum Glück ohne Verletzungen ab. Der Budokan Maintal sorgte für eine optimale Infrastruktur und Catering. An dieser Stelle möchten wir auch nochmal folgenden, unermüdlichen Organisatoren wie Drago Markovic, Martina Leukert, Thomas Meyer, Ervin Susnik und Christoph Buccoli danken .
Wir freuen uns schon jetzt auf die deutsche Meisterschaft 2019, die auch in Maintal stattfinden wird!.

Nachfolgend findet ihr noch ein paar Impressionen:

Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

Prüfungsvorbereitungslehrgang – Mitdenken erwünscht

Der Erste von 2 Prüfungsvorbereitungslehrgängen pro Jahr fand am 27.4. in der Judoarena in Maintal statt. Auf 3 Matten wurden alle Themen rund um eine Prüfung im Ju-Jutsu erarbeitet und behandelt. Referenten im Teamteaching waren Andy Helzel, Patrick Wendt und Martin Silbersack für Prüflinge zum Dan-Grad, sowie Sebastian Stumm und Stefan Lechthaler mit Prüfungsinhalten zum  1. Kyu, und Anna Schinck im Team mit Tatjana Lieberknecht zum 2. Kyu.


Zeitgleich nutzten einige Dan-Träger und Vereinsprüfer den Lehrgang zur Lizenzverlängerung. Hierzu musste man den Vormittag über bei den Einheiten mitmachen. Erfreulich war, dass einige Trainer doch den ganzen Tag geblieben sind und interessiert weiter trainierten. Insgesamt war der Lehrgang wieder sehr gut besucht und die Matten voll.


Der Prüfungsvorbereitungslehrgang ist ja auch was ganz Besonderes, denn hier sind die Teilnehmer gefordert, sich einzubringen und mitzumachen. Es wird in den Einheiten erarbeitet, wie man auf Prüfungen auftritt, wie man dynamisch und realistisch angreift und wie man als Prüfling seine gewählten Techniken optimal präsentiert. Weiterhin wurde das Bewertungssystem und die Sicht der Prüfer vorgestellt. Bei den Lehrgängen wird nicht mehr so sehr auf Einzeltechniken eingegangen, obwohl natürlich auch bei Bedarf Lösungen oder Ideen angeboten werden, sondern mehr auf die  Prinzipien und Präsentation der Techniken. Dies ist ja auch im Ju-Jutsu 1x1 gut erklärt, wird jedoch oftmals übersehen.
Nach einer kurzen Theorieeinheit über Partner und Angriffsverhalten konnte man dies gleich in praktischen Übungen umsetzen. Vorher wurde sich aber aufgewärmt, hierbei wurde Übungen gezeigt, die den Körper und Kreislauf optimal auf die kommenden Belastungen einer Prüfung vorbereiten. Anschließend wurden Partnerübungen zur Verbesserung der Bewegung und Dynamik erarbeitet. Im Technikteil wurden dann die Prinzipien nochmals diskutiert und trainiert, es wurden auch Übungsformen und Drills hierzu gezeigt. Vor der Pause konnte man den Input nochmals frei trainieren.
Nach der Pause ging es wieder mit einem kurzen Theorieteil weiter, hier wurde die Sicht der Prüfer und das Bewertungssystem vorgestellt. Danach ging es gleich praktisch mit freier SV, Weiterführungs- und Gegentechniken, sowie Prinzipien der Waffenabwehr weiter. Am Ende gab es aber wieder genug Freiraum für die TN den neu erworbenen Input individuell mit wechselnden Partnern zu trainieren.
Nach den Lehrgängen wird immer das Feedback der TN eingeholt, da wir ständig bemüht sind, den optimalen Prüfungsvorbereitungslehrgang für unsere Mitglieder zu veranstalten. Da das Feedback jedoch wieder zu 100% positiv auf allen Matten ausgefallen ist, sind wir doch relativ nahe an einem sehr guten Lehrgangsinhalt dran. Für Trainer und Prüfungsinteressierte lohnt es sich auf jeden Fall mal mitzumachen. Auch wenn nicht kurzfristig eine Prüfung ansteht, die nächste kommt bestimmt und da will man doch gut vorbereitet sein ;-)

Erfahrungsbericht zum SV Stützpunkttraining

Am 13.04.2019 bot der Hessische Ju-Jutsu Verband ein Stützpunkttraining Selbstverteidigung in Kassel an. Referiert wurde dieses Training von Martin Silbersack (4.Dan) und Gilbert Wanninger (2. Dan). Sie zeigten den Teilnehmern, wie Ju-Jutsu Techniken unter der Betrachtung der Gewaltprävention angewendet werden können.


Seitdem ich gelesen hatte, dass ein Stützpunkttraining unter dem Thema Selbstverteidigung stattfinden soll, war ich neugierig und habe mir sofort die Ausschreibung durchgelesen. Vor allem das Thema „Impulse für das Selbstverteidigungstraining“ hat mich sehr interessiert. Also packte ich meine Tasche und machte mich auf den Weg nach Kassel. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Angefangen hat die Trainingseinheit damit, dass die Erwartungen der Teilnehmer abgefragt wurden. Dabei sollte einmal aus der Sicht des Trainers und dann aus der Sicht des Trainierenden betrachtet werden. Schwerpunkt der Einheit war die Abwehr des Angriffs mit dem Ziel, schnellst möglich aus der Gefahr fliehen zu können. An nur zwei verschiedenen Angriffen wurde demonstriert, wie man durch Veränderung der äußeren Bedingungen, bzw. Aufbau des Stresslevels die Abwehr dieser Angriffe trainieren kann. Dabei erstaunt mich immer wieder, wie schwer es ist, einfache Abwehrtechniken unter Stress anzuwenden. Durch den gut strukturierten Trainingsaufbau von Martin und Gilbert lernten wir, die Abwehr dieser zwei Angriffe immer wieder anzupassen oder je nach Situation zu verändern. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Komplexität Schritt für Schritt gesteigert wurde. Da das Ziel jeder Situation war, schnellst möglich zu entkommen, wurde viel Wert auf die Orientierung und das Finden der Fluchtwege gelegt. Dies wurde mit Hilfe unterschiedlicher Übungen trainiert. Nach einer kurzen Pause ging es in die Teilszenarien. Wie baue ich so ein Teilszenario auf? Wie kann ich es in einem normalen Training einbauen? Welche Sicherheitsregeln müssen geklärt werden? Wie kann ich auch den Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt erhöhen, ohne dass sich ein Trainierender überfordert fühlt? All diese Fragen habe Martin und Gilbert beantwortet und uns „am eigenen Leibe“ erfahren lassen, wie sich so ein Teilszenario anfühlt.


Mein Fazit nach diesem Stützpunkttraining: „Es war ein super interessantes Thema, das von sehr guten Referenten spitze aufgearbeitet und präsentiert wurde!“
Beim nächsten Stützpunkttraining Selbstverteidigung bin ich auf alle Fälle wieder dabei und lerne vielleicht doch noch böse zu schauen und zu drohen ;-)

Bericht und Fotos: Doreen Albrecht

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