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HJJV News

 

Erstes Onlinetraining Hessenkader

 

zoom

Im neuen Jahr auch mit neuer Motivation!
Auch am Wochenende waren die Athleten und Trainer des Hessischen Landeskaders motiviert und haben zusammen ein eigens dafür konzipiertes Training absolviert. Mit ein paar Quadratmetern Platz und einer Handykamera konnte jeder dabei sein.
Auf diesen Erfolg soll nun mit wöchentlichen online Trainings aufgebaut werden, damit die Athleten auch bei einem kurzfristigen Start der Wettkampfsaison fit und bereit sind.

Bericht und Foto: Annika Meyer

 

Das Präsidium ist wieder vollständig!

Nachdem unser bisheriger Vizepräsident Finanzen, Torsten Kastl, im vergangenen Herbst das Amt des Präsidenten kommissarisch übernommen hatte und seine Belastung damit deutlich gestiegen war, ist es dem Präsidium nun gelungen, die Aufgaben in der Führung des Verbands wieder auf mehrere, starke Schultern zu verteilen.
Oliver Peter wurde als kommissarischer Vizepräsident Finanzen berufen. Seit dem 1. Januar 2021 ist Oliver nun gemeinsam mit dem Präsidium und der Geschäftsstelle für die Finanzen und die Verwaltung des HJJV verantwortlich. Damit erhält er Gelegenheit, sein Wissen und seine Erfahrung auf diesem Gebiet, die er als Bilanzbuchalter mit über 25jähriger Berufserfahrung im Rechnungswesen/Finanzen gesammelt hat, unter Beweis zu stellen und zum Nutzen des HJJV einzusetzen, damit seiner Bestätigung durch die nächste Mitgliederversammlung nichts entgegensteht.
Oliver ist seit 2011 Träger des 1. Dan Ju-Jutsu, Vorstandsmitglied (Schatzmeister) im Polizeisportverein Grünweiß e.V. Frankfurt und aktiver Trainer in der Abteilung Ju-Jutsu, einem der mitgliederstärksten Vereine im HJJV. Er engagiert sich in seinem Verein und gemeinsam mit unserer Beauftragten für Frauen-SV, Dr. Lisa Mundt, auch im HJJV insbesondere für die Frauenselbstverteidigung. Des Weiteren ist er bereits seit vielen Jahren als Kassenprüfer für den HJJV tätig, was ihm genaue Kenntnis über seinen zukünftigen Tätigkeitsbereich vermitteln konnte.
Wir freuen uns, mit ihm einen kompetenten und engagierten Ehrenamtler zur Unterstützung des Führungsteams des HJJV gefunden zu haben und wünschen ihm viel Erfolg!

Bericht: HJJV Medienteam


Hessenseminar in Coronazeiten, vorbildliches Hygienekonzept vom HJJV


Mit einem sehr guten Hygienekonzept konnte der HJJV den Landessportbund Hessen überzeugen und durfte in dessen Halle das alljährliche Hessenseminar ausrichten. Ob das Seminar aber tatsächlich stattfinden konnte, blieb bis zum letzten Moment spannend. Zum Glück gab es aber grünes Licht und die maximal erlaubte Teilnehmerzahl von 90 TN war schnell erreicht. Somit ging es dann am 11.09. pünktlich um 19:30 Uhr mit der BJJ-Einheit  „Randori all over“ von Christopher Müller los. Es war kein gewöhnliches Raufen, stattdessen stellte Christopher ein BJJ-Bingo vor. Hierbei ging es darum, verschiedene Aufgaben zu erfüllen, die anschließend mit einem Häkchen versehen wurden. Wer als Erster alle Kästchen einer Spalte mit Häkchen voll hatte, war BJJ Bingo Gewinner. Ein Spiel das sichtlich viel Spaß bereitete und den Vorteil hatte, dass jeder seine persönlichen Defizite auf dem Zettel direkt sehen konnte. Ein schweißtreibender Auftakt, der danach im Bistro bei Kaltgetränken angeregt diskutiert wurde.

Samstag früh ging es dann gleich um 9 Uhr weiter. Hier referierten vormittags  Achim Hanke, Holger Tanzberger und Francesco Fonte. Achim, der schon fast die hessische Staatsbürgerschaft  hat J, sprang kurzfristig für den ausgefallenen Steffen Heckele ein. Hierfür möchten wir uns nochmal ausdrücklich bei ihm bedanken und wir denken,  dass  dies auch ein mehr als würdiger „Ersatz“ für Steffen war. Achim zeigte in seinen Einheiten Hüftwurfvarianten, Große Innensichel und Schrittstellungswurf. Dann kamen Angriffe von außen, stehend mit einseitigem Griff ins Revers dran. Hier war freies Arbeiten mit Hebeln und Würfen vorgesehen. Anschließend zeigte er noch Armstreckhebelvarianten und eine Beinwürgetechnik.

In Halle 2 hatte Holger das Thema „Übergang Stand/Boden, mit Bodenkampf im Allkampf“ gewählt.  Holger zeigte Allkampf- und MMA-taugliche Techniken. Es wurden Für- und Schlaghand trainiert, dann Verteidigung gegen Würfe und anschließend Verteidigung gegen die Bank und Kimura und Angriff auf die Bankposition mit einer Würge. Ebenso wurden verschiedene Angriffstechniken im Stand thematisiert, bei Doppeldeckung, Schrittdrehungen usw. Der „single leg takedown“ und dessen Verteidigung sowie Guardtechniken und Triangolo kamen auch noch dran.

Francesco Fonte zeigte sehr konzeptionelles BJJ. Hierbei standen die Einzeltechniken nicht so sehr im Vordergrund, vielmehr ging es um Konzepte, Körpermechaniken usw. Er verdeutlichte die Konzepte anhand von „Guardpasses“ und „Douple leg underpasses“. In der zweiten Einheit ging es hauptsächlich um Armstreckhebel und wie man in der Mountposition mit Bewegungen die Oberhand behält. Dies wurde auch in die Guardposition übertragen.

Nach dem Mittagessen gab es die offizielle Begrüßung. Der HJJV bedankte sich dabei bei den zahlreichen Referenten sowie den Mitarbeitern des Landessportbunds. Ein besonderer Dank galt außerdem Monika Meyer von der Geschäftsstelle, die in den letzten Tagen der Vorbereitungen unermüdlich im Einsatz war.

Und dann ging es schon wieder in die Praxis, mit den Referenten Oliver Hill, Dr. Simone Schmitt-Jacobs und Stephan Wolff.

Simone wärmte erstmal die TN in Halle 1 übungsgerecht auf und zeigte anschließend allgemeine Übungsformen für Fußtechniken und speziell den Halbkreisfußtritt und Fußstoß vorwärts. Komplettiert wurde das Thema mit Übungen anhand von Fußtechniken für die Kräftigung der Beckenmuskulatur. Auch zeigte Simone Basistechniken zum Kopfwurf, eingedrehten Kopfwurf, Eckenwurf und ihre Spezialvarianten.

In Halle 2 zeigte Oliver Hill Technikflows und die Verteidigung gegen Fauststoß und Schwinger. Mit dem Übergang Stand/Boden leitete er zu Gegen- und Weiterführungstechniken am Boden über. Danach ging es wieder hoch in den Stand und der Themenkomplex ging von vorne los.

In Halle 3 befand sich Stephan Wolff und referierte über Jiu-Jitsu. Er zeigte Handhebel aus dem Kleidergriff, Armstreckhebel aus Angriffen mit Druck und einfache Befreiungen aus Handgelenkumklammerung mit beiden Händen. Weiterhin konterte er Würgen von vorne mit einem Armstreckhebel und Würgen von der Seite mit einer „Schlangentechnik“.

Nach diesen doch sehr vielseitigen Einheiten begann der gesellige Teil mit Grillen und regem Austausch unter den Teilnehmern. Viele übernachteten im Landessportbund und das war auch gut so, denn der Abend war dann doch sehr lang und es wurde viel gelacht.

Der eine oder andere musste sich nach der langen Nacht am Sonntagmorgen aus dem Bett kämpfen, denn es warteten die Referenten Martin Silbersack, Moritz Wagner und Christopher Müller mit ihren Einheiten auf die Teilnehmer. Martin begann mit Messerangriffen aus der Nahdistanz und zeigte verschiedene Verteidigungsstrategien auf. Diese wurden gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitet. In der zweiten Einheit zeigte er Verteidigungen gegen eine Schusswaffe, wobei er zunächst erklärte, wie solch eine Waffe funktioniert und wie man sie unbrauchbar machen kann, indem man den Verschluss greift. Danach kann man die Waffe über einen langen Hebel entwaffnen. Martin bezog in seinen Überlegungen auch gleich die Gegenreaktion des Angreifers mit ein und zeigte verschiedene Weiterführungsmöglichkeiten.

Das Thema  von Moritz waren Meidbewegungen und das Aufladen von Schlägen in dieser Bewegung, um mehr Kraft zu entwickeln. Alles hat viel mit Beinarbeit zu tun, um gewisse Winkel zu kreieren und den Ablauf zu optimieren. Ziel war auch immer die Bewegung auf die Außenbahn. Dieser Ablauf wurde in vielen Übungsformen praxisnah trainiert.

Christophers Schwerpunkt in der ersten Hälfte waren BJJ-Basics. Sein Ansatz war, „wie schaffe ich es in einer freien Auseinandersetzung die Distanz zu schließen und den Gegner zu Boden zu bringen, um ihn anschließend zu kontrollieren?“. Komplettiert wurde dies mit einem Armstreckhebel. Er zeigte auch, wie man aus der Unterlage mit Schlägen umgeht und wieder in die Oberlage gelangt. In der zweiten Einheit ging es um Handlungskomplexe bei  Würfen, anhand eines Eckenwurfs. Dieser wurde in verschiedenen Varianten trainiert.

Nach der gemeinsamen Verabschiedung fuhren alle Ju-Jutsuka ausgepowert und voll mit neuen Impulsen und Ideen nach Hause. Der Landessportbund lobte nochmals ausdrücklich unser Hygienekonzept und dessen Einhaltung sowie das vorbildliche Verhalten der Teilnehmer. Dies können wir nur bestätigen und sind als Verband sehr stolz auf unsere Ju-Jutsuka. Auch dass wir es in diesen schwierigen Zeiten geschafft haben, unser Traditionsevent trotz Einschränkungen erfolgreich durchzuführen, macht uns stolz. Dass Ju-Jutsu unsere Leidenschaft ist, steht außer Frage. Wir sehen uns spätestens nächstes Jahr im September wieder!
Nachfolgend findet ihr noch einige Impressionen:


Bericht und Fotos: HJJV Medienteam

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Berufung des kommissarischen Präsidenten

Nach dem überraschenden und höchst bedauerlichen Rücktritt unseres langjährigen Präsidenten Thomas H. Meyer wurde durch das Präsidium nun Torsten Kastl (bisheriger, gewählter und mehrfach wiedergewählter VP Finanzen) berufen, die Funktionen des Präsidenten kommissarisch bis zur nächsten, ordentlichen Mitgliederversammlung des HJJV im März 2021 zu übernehmen. Alle vier Vizepräsidenten stehen dabei als Team gemeinsam in der Verantwortung, die Geschäftsführung des Verbandes in der gewohnt zuverlässigen Weise weiterzuführen. Auch die Geschäftsstelle steht weiterhin in schneller und zuverlässiger Weise allen Vereinen und deren Mitgliedern für Fragen und Hilfestellungen als Ansprechpartner zur Verfügung.














 
 
 
 

Brief des Präsidenten

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Liebe Vereine und Sportler im HJJV,

leider muss ich euch heute mitteilen, dass es mir nicht gut geht und ich daher eine Vollbremsung einleiten muss. Deshalb trete ich aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von allen meinen Ehrenämtern zurück und werde auch zukünftig nicht mehr als z.B. Referent, Kampfrichter und Prüfer zur Verfügung stehen.

Es war mir eine Freude und Ehre mit euch in den vergangenen Jahrzehnten zusammenarbeiten zu können und wünsche euch auch weiterhin viel Spaß und Erfolg in unserem tollen Sport!

Sportliche Grüße Thomas

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Klausurtagung des Vorstands in der Sportschule des Landessportbund Hessen

Am Samstag den 18.07. fand die diesjährige Klausurtagung unter Einhaltung der Corona Regeln im Landessportbund statt. Die Sitzung begann pünktlich um 10 Uhr morgens und ging mit kleineren Pausen bis ca. 18:00 Uhr. Schwerpunkt war die strategische Ausrichtung des HJJV im Bereich der Stilarten, im Ressort Aus- und Fortbildung, im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sowie die Planungen für den Rest dieses Jahres und 2021.

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Tim Lukas Vey, unser Beauftragter im BJJ, berichtete kurz über den aktuellen Stand des BJJ innerhalb des HJJV/DJJV, anschließend wurde gemeinsam über weitere Maßnahmen und Lehrgänge in dieser Stilart diskutiert. Tim hatte sich im Vorfeld mit Ingo Becker, dem Verantwortlichen für Jiu-Jitsu und Hanbo-Jutsu, ausgetauscht, beide hatten Lösungen und Wünsche vorgetragen, die an diesem Tag ausgiebig diskutiert und in die Planungen mit einbezogen wurden.
Unser Ressortleiter Aus- und Fortbildung, Matthias Schulze, berichtete über die laufende Ausbildung zum Trainer-C. Da er momentan aus beruflichen und privaten Gründen weniger Zeit für das Amt aufbringen kann, bat er um Unterstützung in verschiedenen Teilbereichen. Es wurden schnell kompetente Helfer für ihn gefunden, somit ist der weiterhin hohe Qualitätsanspruch an unsere Trainerausbildung gewährleistet. Matthias wird das Amt auch weiterhin ausfüllen, jedoch jetzt mit zusätzlicher Hilfe.
Weiterhin wurde während des Lockdowns die HJJV Website überarbeitet. Der zuständige Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit, Stefan Lechthaler, stellte dem Vorstand die neue Struktur vor. Im Nachgang wurden noch einige Maßnahmen zur visuellen und werblichen Darstellung der einzelnen Ressorts besprochen und beschlossen.
Es ging auch kurz um die Gültigkeit der Prüferlizenzen und deren Verlängerung. Hier wurde beschlossen, dass diese aufgrund Corona um ein Jahr verlängert werden. Außerdem wird bei der diesjährigen Landesprüfung im Winter ausnahmsweise keine 40+ Prüfung angeboten.
Am Abend klang der doch anstrengende Tag bei einem gemeinsamen Abendessen aus, bei dem neben viel Lachen und Spaß auch das eine oder andere Thema weiter diskutiert wurde.
Wir danken allen Vorstandsmitgliedern dafür, dass sie bei einem sonnigen Sommertag ihre Freizeit in einem abgedunkelten Raum verbracht haben. Dies zeigt deren leidenschaftliches Engagement für unser Ju-Jutsu in Hessen.

Text und Foto: HJJV Medienteam

Schusswaffenabwehr in der absoluten Nahdistanz

Habe ich überhaupt eine Chance gegen einen Gegner, der mich mit einer Schusswaffe bedroht? Schusswaffen sind heute in vielfältigster Form auf der Straße vorhanden und werden bei Auseinandersetzungen immer wieder eingesetzt. Dabei handelt es sich meistens um illegal kursierende Schusswaffen und sind täglich in den Medien zu sehen. Es gibt viele Mythen um Schusswaffen, ihre Anwendungsmöglichkeiten und speziell die Wirkungsweise von Munition. In einer kurzweiligen, praktischen Einführung wurden anschaulich verschiedene Waffensysteme und ihre Funktionsweise grundlegend erklärt und mit Alltagsmythen aufgeräumt. Die realistische Gefährlichkeit einer Schusswaffe, ihre Stärke aber auch ihre Schwächen wurden eindrucksvoll dargestellt. Die dadurch gewonnene Grundeinstellung diente als Grundlage für den darauffolgenden praktischen Teil des Seminars mit Lang- und Kurzwaffen. Mit Jörg Schmidt, Polizeireferent im Deutschen Ju-Jutsu Verband e.V. und neuer Einsatztrainer der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung Abteilung Wiesbaden ist es der Abteilung Kassel in Kooperation mit dem Hessischen Ju-Jutsu Verband e.V. bei der fünften Auflage dieser Fortbildungsveranstaltung gelungen, einen der Topreferenten am Samstag, 29. Februar 2020 nach Kassel zu holen.


Nach Begrüßung durch die Leiterin der HfPV, Abteilung Kassel, Sigrid Josephs, und den Polizeireferenten des HJJV, Martin Silbersack, ging es direkt in die Praxis mit den nötigen Einsatzmitteln zum Training.
Gerade die aktuelle Thematik des dynamischen Angriffs auf Personen mit Schusswaffen und auch die Problematik der eigenen Entwaffnung im Sinne des Waffenschutzes bannte die gut 50 Beamtinnen und Beamte der Justiz, der Polizei und des Zolls aus Hessen und der umliegenden Bundesländer an diesem sehr kurzweiligen Nachmittag im Training. Umso erfreulicher wurde das Kaffee- und Kuchenangebot des Polzeisportvereins Grün-Weiß Kassel e.V. am Ende angenommen.

Bericht und Fotos: Martin Silbersack