Brazilian Jiu-Jitsu

Das Brazilian Jiu-Jitsu (kurz: BJJ) oder auch brasilianisches Jiu-Jitsu ist eine vergleichsweise junge Kampfsportart (1921), welche von den Gebrüdern Gracie, allen voran Carlos und Hélio, im Zusammenspiel mit dem erfolgreichen Judowettkämpfer Mitsuyo Maeda entwickelt wurde. Aufgrund seiner meist vorhandenen körperlichen Unterlegenheit war Hélio besonders eifrig dabei, neue für ihn passende Techniken zu entwickeln, was zur Entstehung des Gracie Jiu-Jitsu führte.

Seit dieser Entstehungszeit gibt es immer weitere Anpassungen der Sportart, welche auch durch die hohe Anzahl an Nachkommen der Graciefamilie zustande kommen. Diesem Umstand ist es auch „geschuldet", dass sich das BJJ über die Landesgrenzen des südamerikanischen Kontinents weiter ausbreitet und sich immer mehr zu einer Trendsportart entwickelt.
Geprägt von ihrer Entstehung ist BJJ eine Kampfkunst, die wie das Judo ohne Schlag- und Tritttechniken auskommt. Es geht hauptsächlich darum, den Gegenüber schnell zu Boden zu bringen (Abb. 3) und dort durch strategisches Festhalten zu fixieren (Abb. 4), um ihn daraufhin mit Hebel- (Abb. 5) oder Würgetechniken (Abb. 6) zur Aufgabe (zum Tappen) zu bringen.

Der größte Teil einer Auseinandersetzung spielt sich beim BJJ am Boden ab. Hier kann sowohl aus der Bauch- oder Rückenlage, als auch auf dem Partner gekämpft werden. Das führt zu einem massiven Anwachsen der Handlungsmöglichkeiten.

Durch die Arbeit von Hélio Gracie ist das BJJ so konzipiert, dass auch kleinere, leichtere und körperlich schwächere Personen sich gegen einen größeren und stärkeren Gegner verteidigen können. Das macht BJJ zu einem attraktiven Sport für alle Altersklassen und für jedes Geschlecht. Außerdem ist es eine sehr gute Ergänzung für alle, die auch in anderen Kampfkünsten erfolgreich sein wollen.
Bei einem BJJ-Training wird der ganze Körper trainiert. Dies gilt nicht nur in puncto Kraft, sondern auch für die konditionellen Eigenschaften Beweglichkeit, Schnelligkeit und Ausdauer.
Allerdings ist das Wichtigste der Respekt allen anderen gegenüber und der Spaß beim freundschaftlichen Raufen und Schwitzen.