Pekiti Tirsia Kali im HJJV


Seit dem Jahr 2000 bietet der Hessische Ju-Jutsu Verband – nicht nur für Ju-Jutsuka, sondern für alle Interessierte – ein besonderes Stützpunkttraining in dieser außergewöhnlichen Kampfkunst philippinischen Ursprungs an. Ende der 90er Jahre lernte der damalige Ressortleiter für Schulung und Technik Johannes Renninghoff, 7. Dan Ju-Jutsu im Rahmen einer Fortbildung Pekiti Tirsia Kali kennen und war begeistert. Die Herangehensweise an die Selbstverteidigung war in Großteilen so ganz anders als im Ju-Jutsu oder anderen Kampfkünsten, die er bis dahin trainiert hatte, von daher für ihn sehr faszinierend. Je länger und tiefgehender er sich mit Pekiti Tirsia auseinandersetzte, je mehr wollte er lernen und dies auch anderen Kampfsportlerinnen und Kampfsportlern ermöglichen. Jedes Training erlebte er als eine Bereicherung seines Wissens und einer Erweiterung seiner Fertigkeiten. So reifte die Idee für dieses Stützpunkttraining, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch regelmäßiges Training kontinuierliche Fortschritte machen können. In Taunusstein gab es unter der organisatorischen Leitung von Bert Gemmerich ideale Rahmenbedingungen, dieses Training dauerhaft zu etablieren. In den Anfangsjahren lehrten regelmäßig Mandala Bernd Giller aus Berlin und Tuhon Tim Waid aus den USA diese Kampfkunst im HJJV. Im Jahr 2006 lernte Johannes Tuhon Jared Wihongi, ebenfalls aus den USA kennen. Da beide beruflich als Einsatztrainer bei der Polizei arbeiten, entstand ein intensiver Erfahrungsaustausch – und eine Freundschaft. Noch im gleichen Jahr nahm Johannes erstmalig an einer Trainingskonferenz unter Großmeister Leo T. Gaje auf den Philippinen teil. In den Folgejahren war Johannes mindestens einmal jährlich auf großen Trainingsevents dieser Kampfkunst auf den Philippinen, in den USA oder im europäischen Ausland. Der Hessische Ju-Jutsu Verband veranstaltet seit Beginn des Stützpunkttrainings auch jedes Jahr ein großes Wochenendseminar mit einem Pekiti Tirsia Instructor internationalen Levels. Seit dem Jahr 2010 orientiert sich das Stützpunkttraining an dem Curriculum der Pekiti Tirsia Tactical Association (PTTA) und bietet allen Interessierten, sich nach entsprechender Teilnahme und weiterführender persönlicher Trainingsvorbereitung einer Prüfung direkt unter Tuhon Jared Wihongi zu stellen und so zertifiziert zu werden. Diese Prüfungen sind regelmäßig ein besonderes Erlebnis. Mittlerweile haben schon mehrere dadurch den Rang eines Lakan Tatlo – gleichbedeutend mit einem Schwarzgurt anderer Systeme – oder sogar eines Instruktors erreicht. Viele haben sich von der Begeisterung so anstecken lassen, dass sie auch die internationalen Trainingsevents der PTTA besuchen. So sind schon viele Freundschaften innerhalb der PTTA Gemeinschaft entstanden.
Beim Training innerhalb der PTTA werden regelmäßig auch Inhalte der Triangle Combatives (TRICOM) gelehrt. Hierbei handelt es sich um spezielle Trainingsmodule, konzipiert für Polizei- und Militäreinheiten, deren Anwendbarkeit natürlich auch von großem Wert für Zivilisten sind.

Weitere Informationen liefert die Webseite der Pekiti University.

Ich möchte jedem die große Herausforderung Pekiti Tirsia empfehlen!
Also raus aus der „Komfortzone“. Ich hoffe wir sehen uns.

Johannes Renninghoff
Direktor PTTA Germany